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19. Juli, 2026 — JES 2026 - Das Treffen zwischen Generationen - Impressionen von Sofia und Ana aus Rumänien und Zsuzska aus Ungarn
Wir, Zsuzska, Sofia und Ana, nehmen in diesem Jahr an der Jungen Europäischen Sommerschule in Weimar teil.
Ich, Zsuzska, komme aus Ungarn. Ich bin 16 Jahre alt und ich habe eine Schwester. Ich spiele Basketball, aber ich mag alle Sportarten. Ich möchte mein Deutsch verbessern und neue Freunde finden. Ich, Ana, komme aus Rumänien und bin 17 Jahre alt. Ich zeichne und lese in meiner Freizeit und kam zur Sommerschule, um neue Erfahrungen zu sammeln. Ich, Sofia, komme aus Bukarest in Rumänien und studiere am Goethe Kolleg in der 12. Klasse. Ich bin mit vielen Hoffnungen angereist, da meine Schwester vor drei Jahren an der Sommerschule teilgenommen hat. Ich war vom ersten Moment an beeindruckt, als ich einen Spaziergang durch den wunderschönen Garten am Wielandgut in Oßmannstedt gemacht habe. Ich dachte über die berühmten Persönlichkeiten der Vergangenheit nach, die ihre Spuren hinterlassen haben, und konnte fast ihre Anwesenheit fühlen.Alles, was wir in Weimar bis jetzt erlebt haben, ist ein Rückblick in vergangene Zeiten … Und wir können merken, wie die Kunst uns alle verbindet. Im Laufe der vergangenen Tage sind wir durch Weimar gegangen und haben vieles gesehen und besichtigt. Eines dieser Gebäude war das Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die bekannt ist für die größte ,,Faust«-Sammlung der Welt in vielen Sprachen sowie viele andere alte Werke. Man könnte sogar meinen, dass man jedes Buch atmen fühlen kann. Die Bibliothek hat außerdem viele Fenster. Dadurch fällt natürliches Licht in den Raum, das sie strahlend aussehen lässt.
Dieser Ort ist ein sehr wichtiger für alle Jugendlichen und ihre Zukunft, als Hilfe für das Formen ihres intellektuellen und seelischen Lebens. Die Bibliothek verbindet Gegenwart und Vergangenheit miteinander. Ein Ort, der alle Generationen durch die Kunst des Schreibens und Lesens zusammenbringt, eine geheimnisvolle Kommunikation. Ein Ort, den man unbedingt einmal im Leben besichtigen muss.
Sofia und Ana aus Rumänien Zsuzska aus Ungarn
16. Juli, 2026 — GAAB erhält Preis Kulturförderverein des Monats Juni 2026
»Der Preisträger für den Thüringer Kulturförderverein des Monats steht fest. Die dreizehnköpfige Jury einigte sich für den Monat Juni 2026 mit großer Mehrheit auf die »Gesellschaft der Anna Amalia Bibliothek e. V.« heißt es in der Pressemeldung des Kulturfördervereine Landesnetzwerks Thüringen, das den Preis vergibt. In der Jurysitzung am 20. Mai 2026 waren die bis zum Stichtag eingegangenen Bewerbungen unter den Kriterien des Jahresmottos »Publikumsgewinner« diskutiert und bewertet worden.
Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten: »Der 2003 gegründete Förderverein musste sich gut ein Jahr nach seiner Gründung einer Mammut-Aufgabe stellen. Nicht zuletzt dank des Engagements des Fördervereins konnten nach dem Brand wertvolle Bücher wiederbeschafft bzw. restauriert werden. Der 340 Mitglieder zählende Verein legt mittlerweile ein Hauptaugenmerk auf Publikumsgewinnung und Betreuung von Veranstaltungen. Dieses enorme Engagement überzeugte die Jury in besonderer Weise. Mehr über den Förderverein erfahren Sie unter: https://gaab-weimar.de/«
Die Preisverleihung fand am 15. Juli im Bücherkubus des Studienzentrums der Herzogin Anna Amalia Bibliothek statt. Claudia Luckhardt und Gregor Seiffert vom Kulturfördervereine Landesnetzwerk Thüringen überreichten der GAAB-Vorsitzenden Dr. Annette Seemann eine Urkunde und 500 Euro für den Verein. Außerdem hat die GAAB die Chance, zum Verein des Jahres 2026 gekürt zu werden. Zur Preisverleihung gekommen waren auch weitere Vorstands- und Vereinsmitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Direktor der Bibliothek Dr. Reinhardt Laube sowie der Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs Dr. Christian Hain.
Erste überregionale Glückwünsche für die GAAB kamen von der ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Dr. Christina Weiss, die seit Jahren ehrenamtlich im Kuratorium der GAAB mitwirkt. Sie schrieb an die Vereinsvorsitzende: »Liebe Annette Seemann, … jetzt also ist es offiziell und ich sende von Herzen Glückwünsche zum Preis!! Es ist eine schöne Werbung vielleicht für ein paar neue Mitglieder…. Ich freue mich aufs Wiedersehen im September! Liebe Grüße von Christina Weiss«
Maria Socolowsky GAAB
15. Juli, 2026 — JES 2026 - Erste Eindrücke von sind Alice aus Italien, Ella aus Rumänien und Poļina aus Lettland
Hallo! Wir sind Alice aus Italien, Ella aus Rumänien und Poļina aus Lettland. Wir freuen uns, Euch alles aus Weimar berichten zu können. Wir werden euch ein bisschen von den ersten Tagen der Jungen Europäischen Sommerschule erzählen. Wir sind insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa.
Am Sonntag sind wir alle angekommen und haben uns kennengelernt. Am zweiten Tag hatten wir eine kurze Einführung in die Themen, mit denen wir uns in den folgenden zwei Wochen beschäftigen werden. Und dann ging es los! Wir sind nach Weimar gefahren und haben als erstes eine kleine Stadtführung mit unserem Seminarleiter Dr. Paul Kahl gemacht. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek war unser Highlight des Tages, auch weil wir da die über 100 Werke von Goethe sehen konnten. Am Abend haben wir Karten- und Tischtennisturniere gespielt. Die haben soviel Spaß gemacht, dass wir weitere Wettbewerbe veranstalten werden.
Am Dienstagvormittag sind wir erstmals in Goethes Texte »eingetaucht«. Nach einem leckeren Mittagessen in der Mensa am Park haben wir dann die Faust-Ausstellung im Schiller-Museum besucht. Sie hat uns dabei geholfen, tiefer in die Welt von Faust einzutauchen. Im Seminar können wir sicherlich das Erlernte aus der Ausstellung anwenden.
Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, ob man eine Krise durch Schreiben überwinden kann. Hat Goethe Recht gehabt, als er das gemacht hat? Oder müssen wir in der Zukunft andere Wege finden? Wir sind uns allerdings schon einig geworden, dass uns Faust als zeitloser Klassiker Antworten geben kann.
Es ist eine Freude, Dich kennenzulernen Weimar!Alice aus Italien Ella aus Rumänien und Poļina aus Lettland
14. Juli, 2026 — Die Junge Europäische Sommerschule 2026
Es ist wieder soweit: Die Junge Europäische Sommerschule hat begonnen! 15 Jugendliche sind aus verschiedenen Ländern angereist, um zwei Wochen im Wielandgut in Oßmannstedt zu verbringen, historische Texte in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu lesen und die vielfältige Kulturlandschaft in und um Weimar zu erleben.
Mit dabei sind: Ana (17) aus Rumänien, Enikó (16) aus Ungarn, Alice (17) aus Italien, Zsuzsanna (16) aus Ungarn, Virág (16) aus Ungarn, Zsófia (16) aus Ungarn, Polina (17) aus Lettland, Anouk (16) aus Frankreich, Ella (16) aus Rumänien, Aleksandra (16) aus Lettland, Sofija (16) aus Lettland, Sofia (17) aus Rumänien, Giacomo (17) aus Italien, Zoe (18) aus Deutschland und Friederike (18) aus Deutschland.
Die diesjährige Sommerschule widmet dem Thema: »Goethes Faust-Dichtung. Krisenerfahrungen der Moderne«. Wir erleben ein Zeitalter geopolitischer Verschiebungen und tiefgreifender Krisen mit offenem Ausgang. Die Zeit der Weimarer Klassik um 1800 war ebenfalls eine Zeit des Umbruchs. Die Französische Revolution und der Zerfall jahrhundertealter Ordnung markierten den Beginn der Moderne. Die Literatur der Weimarer Klassik ist Ausdruck und Folge menschlicher Orientierungsbemühungen. Literatur erweist sich dabei als Selbstvergewisserung und als Versuch der Selbststärkung.
Goethes »Faust«-Dichtung hat menschheitsgeschichtliche Krisenerfahrungen in sich aufgenommen, die Krise des modernen Ich (Tragödie des Wissens) ebenso wie die der Wirtschaft (Inflation und Papiergeld) und die Krise der Ökologie, d. h. des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur. In der Sommerschule lesen wir gemeinsam zentrale Auszüge aus dem »Faust« und kontrastieren sie mit Fragestellungen der eigenen Gegenwart.Theresa Funke - Assistentin der JES
06. Mai, 2026 — Nachruf Peter Ludwig Gülke (1934-2026)
Kurz vor seinem 92. Geburtstag verstarb unser langjähriger und verehrter Kurator, Prof. Dr. Peter Gülke. Wir trauern um ihn, der den Anliegen unseres Freundeskreises der Bibliothek immer zugewandt war und sich noch zuletzt, in SupraLibros (Heft 29, Mai 2024, S. 59-63) sehr »temperiert« über den Umgang mit den historischen Tasteninstrumenten der Klassik Stiftung Weimar zu Wort meldete, damit sie durch moderierte Benutzung spielfähig erhalten werden sollten.
Peter Gülke hatte noch viele Pläne, war ein wacher Zeitgenosse bis zuletzt, ein großer und empathischer Leser!! Als Dirigent wollte er in Kloster Chorin noch einmal im kommenden August mit dem Freund, dem ungarischen Pianisten András Schiff, auftreten. Auch die durch seinen letzten Anruf vor Ostern bestätigte gemeinsame Vorstellung seines wunderbaren Buchs »Menschen. Zeiten. Musik« (1) im Juni in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek durfte nicht mehr sein.
Für seine großen und unendlich vielfältigen Verdienste wurde Peter Gülke vielfach ausgezeichnet. Nur stellvertretend möchte ich den Ernst von Siemens Musikpreis, den Weimarpreis und den Orden Pour le mérite (2022) nennen. Ein umfassend ausgebildeter Humanist ist von uns gegangen. Solche werden wohl nur noch selten nachwachsen.In großer Trauer für den Vorstand und das Kuratorium der GAAB
Annette Seemann
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und die GAAB laden am 11. Juni 2026 zu einer
Gedenkveranstaltung ein, in der wir Peter Gülkes zuletzt erschienenes Buch
»Menschen. Zeiten. Musik« vorstellen.
Prof. Dr. Wolfram Huschke, der Pianist Daniel Heide und Dr. Annette Seemann sind im
literarisch-musikalischen Gespräch an diesem Abend.
Wir würdigen den Musikwissenschaftler, den Dirigenten, den Literaten und nicht
zuletzt den freundschaftsbegabten, empathischen Menschen, als den wir ihn kennen und schätzen lernen durften.(1) Peter Gülke: »Menschen. Zeiten. Musik«, Kassel (Bärenreiter/Metzler) 2026
Annette Seemann Vorsitzende der GAAB





