Teil der Globensammlung der »Herzogin Anna-Amalia Bibliothek«

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  • 27. Juli, 2026 — Mit vielen Erinnerungen im Gepäck: Die Junge Europäische Sommerschule 2026 verabschiedet sich

    Nach zwei ereignisreichen Wochen voller neuer Erfahrungen heißt es Abschied nehmen: Am frühen Morgen des 25. Juli verlassen die Teilnehmenden das Wielandgut in Oßmannstedt und machen sich auf den Weg zurück in ihre Heimatstädte und -länder. Zum Abschluss blicken zwei Teilnehmerinnen auf ihre Zeit bei der Jungen Europäischen Sommerschule zurück und teilen ihre persönlichen Eindrücke:

    Anouk (16) aus Frankreich:
    Ich habe zwei wunderschöne Wochen erlebt und Menschen aus Italien, Ungarn, Lettland, Deutschland und Rumänien kennengelernt.
    Jetzt sitze ich im Zug nach Hause, aber ich bringe so viele gute Erinnerungen und Erfahrungen mit. Ich empfehle diese Reise zu hundert Prozent! Ich wollte Spaß haben und Deutsch studieren und alles war perfekt. Vielen Dank an Theresa und unseren Seminarleiter Herrn Kahl für alles!!

    Sofia (17) aus Rumänien:
    Zwischen Natur, Kultur und Freundschaft verbrachten wir unsere Tage in der Jungen Europäischen Sommerschule in Weimar.
    Nun sitze ich im Zug auf dem Weg zurück in meine Heimatstadt und denke an die Person, die ich noch vor zwei Wochen war. Voller Vorfreude, Hoffnung und mit offenem Herzen machte ich mich auf den Weg: Gespannt auf neue Freundschaften, unvergessliche Erinnerungen und darauf, eine neue Stadt, ihre Geschichte und vielleicht sogar eine andere Welt kennenzulernen.
    Ich erinnere mich an den ersten Tag, an das Gefühl des Unbekannten. Alles war fremd: Das Haus, der Garten, die Menschen, die Straßen der Stadt. Heute, als ich Weimar verließ, drehte ich mich noch einmal um und betrachtete die vertrauten Orte. Plötzlich fühlte es sich an, als würde ich mich von einem alten Freund verabschieden. Abschied zu nehmen fällt schwer. Für einen kurzen Augenblick war dieses Leben auch mein Leben. Die Seminare bestimmten unseren Tagesrhythmus, die Gespräche füllten die Abende, und die Menschen um mich herum wurden zu Freunden. Nun kehre ich in meine eigene kleine Welt zurück – mit dem Gefühl, gewachsen zu sein. Ich nehme unzählige Erinnerungen mit: intensive Diskussionen, neue Perspektiven, gemeinsames Lachen, spontane Witze und lange Gespräche, die oft viel länger nachhallen als ein Seminar.
    Weimar und Oßmannstedt erscheinen mir wie Orte, an denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch treten. Die großen Persönlichkeiten der deutschen Kulturgeschichte sind hier nicht bloß Namen in Büchern – ihre Gedanken scheinen noch immer in den Straßen, Gärten und Häusern lebendig zu sein. Man begegnet ihnen beinahe so, als würde man sie wirklich kennengelernt haben.
    Von dieser Sommerschule nehme ich ein kleines Stück von allem mit: aus den Seminaren und Museumsbesuchen, aus den Gesprächen und unterschiedlichen Meinungen, aus den Begegnungen, den zahlreichen Emotionen und Gefühlen und schließlich, der Schönheit dieser besonderen Tage. Denn gelernt habe ich nicht nur in den Vorträgen. Oft waren es gerade die kleinen, unscheinbaren Momente – ein Gespräch beim Abendessen, ein gemeinsamer Spaziergang oder eine tiefgehende Diskussion in der Mitte der Nacht, die mich am meisten geprägt haben.
    So, wie ich mit offenem Herzen angekommen bin, verlasse ich Weimar auch wieder: Mit Dankbarkeit, neuen Freundschaften und der Gewissheit, dass jede Begegnung uns ein Stück verändert. Vor allem aber nehme ich den Wunsch mit, weiter zu wachsen – denn genau darin liegt vielleicht die größte Erkenntnis dieser Sommerschule.

    Anouk (16) aus Frankreich und Sofia (17) aus Rumänien - Teilnehmerinnen der JES 2026